Aktuelle Studienübersicht

Prostatakrebs ist bei Männern in Deutschland die häufigste Krebsart mit zuletzt geschätzten 59.620 erstmals diagnostizierten Patienten pro Jahr (Robert-Koch-Institut 2013). Die Behandlungsergebnisse unterscheiden sich in Krankenhäusern im In- und Ausland teilweise deutlich. In der PCO-Studie wird erstmalig die Lebensqualität von Patienten mit Prostatakarzinom mit einem weltweit einheitlichen Patientenfragebogen gemessen und ausgewertet. Die Behandlungsergebnisse aller teilnehmenden Kliniken im In- und Ausland werden auf der Basis identischer Messgrößen miteinander verglichen. Diese Datenerhebung ist ein Meilenstein für die Qualitätssicherung in der Patientenversorgung. Herausgegeben von OnkoZert GmbH und der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

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Die PREPARE-Studie wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG e.V.) und der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Nierentumoren (IAGN) zur Erforschung verbesserter Behandlungsmöglichkeiten einer Nierenkrebserkrankung (Nierenzellkarzinom) entwickelt.

Sie ist eine offene, randomisierte, Phase III Studie. Untersucht wird der Stellenwert eines pro-aktiven, therapiebegleitenden Managements (Coachings) von Nebenwirkungen in Bezug auf die Patienteneinschätzung der Lebensqualität während der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit einem fortgeschrittenen oder metastasierten Nierenzellkarzinom, bei denen keine chirurgische Behandlung mit kurativem Ziel möglich ist und für eine systemische Erstlinientherapie geeignet erscheinen.

Bei der Behandlung des fortgeschrittenen oder metastasierten Nierenzellkarzinoms kommen verschiedene Therapien in Frage. Dabei handelt es sich im Rahmen der Studie entweder um eine Therapie mit Sunitinib, oder um eine kombinierte Behandlung mit Axitinib und einer Immuntherapie (Avelumab oder Pembrolizumab). Jede Patientin/jeder Patient erhält die Krebsbehandlung, unabhängig von seiner Studienteilnahme, die zurzeit dem klinischen Standard entspricht.

Die Behandlung kann bei vielen Patientinnen und Patienten zu einer Verkleinerung der Krebsgeschwulst und zu einer Verlangsamung des Krebswachstums führen. Jedoch kann die Behandlung belastende Nebenwirkungen haben, welche zur Verringerung der Lebensqualität führen oder zum Abbruch der eigentlich wirksamen Therapie.

Deswegen wird in dieser Studie untersucht, ob eine intensive Betreuung, ein sogenanntes Coaching, während der ersten 24 Wochen der Krebsbehandlung die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessern kann. Einem Teil der Betroffenen wird ein Therapiebegleiter (Coach) an die Seite gestellt. Der Coach wird diejenige/denjenigen Patienten beraten, welche vorbeugenden und begleitenden Maßnahmen die Nebenwirkungen wirksam verzögern, lindern oder vermeiden können. Damit soll erreicht werden, dass Nebenwirkungen weniger belastend sind und sich dies in der Lebensqualität der Patientin/des Patienten wiederspiegelt.

 

Studiencode: AIO-NZK-0115

EudraCT-Nr.: 2016-000399-28

Tumorerkrankungen jeglicher Indikation gehen häufig mit einer psychoonkologischen Belastung der betroffenen Personen einher. Leider konnten bisherige epidemiologische Studien nicht hinreichend Aufschluss darüber geben, welche zusätzlichen Belastungssituationen im Rahmen der verschiedenen Verlaufs- und Behandlungsphasen einer Krebserkrankung auftreten können und welche Beratungs- und  Betreuungsmaßnahmen von Patientinnen und Patienten  erwünscht sind. Die Beantwortung dieser Fragen ist ein wichtiges Ziel des „Psychoonkologischen Registers“ der Onkotrakt AG. Um longitudinale Effekte auf die psychoonkologische Belastung systematisch zu erfassen, wird als Erhebungsinstrument der FBK-R10 (Kurzform des FBK-R23, Herschbach et al. 2003) aufgrund seiner klaren Verständlichkeit und Kürze eingesetzt.

Nr. 1024-2020-73

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